Trinkt, o Augen, was die Wimper hält, von dem goldnen Überfluss der Welt.
Gottfried Keller (1819-1890), Schweizer Dichter und Politiker
Und wenn im Leben nichts Heiliges bliebe, ich will nicht verzagen, ich glaube an Liebe.
Theodor Körner (1791-1813), deutscher Dichter und Dramatiker
Alles wiederholt sich nur im Leben, ewig jung ist nur die Phantasie; was sich nie und nirgends hat begeben, das allein veraltet nie!
Friedrich Schiller (1759-1805), deutscher Dichter, Philosoph und Historiker
Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich das Herz zum Herzen findet. Der Wahn ist kurz, die Reu‘ ist lang.
Friedrich Schiller (1759-1805), deutscher Dichter, Philosoph und Historiker
Kinderzeugen dahingegen, Macht Vergnügen und bringt Segen, wenn’s geschieht im Ehebett, standesamtlich und honett.
Otto Julius Bierbaum (1865-1910), deutscher Journalist, Redakteur, Schriftsteller und Librettist
In grossen Städten gehört es leider zum guten Tone, nicht einmal zu wissen, wer mit uns in demselben Hause wohne.
Adolph Knigge (1752-1796), deutscher Schriftsteller und Aufklärer
Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust, die eine will sich von der andern trennen; die eine hält, in derber Liebeslust, sich an die Welt, mit klammernden Organen; die andre hebt gewaltsam sich vom Dust, zu den Gefilden hoher Ahnen.
Wo Anmassung mir wohlgefällt? An Kindern: denen gehört die Welt.